"Elefantiasis"

Und schon wieder...

Wiederholt wurde ich gefragt, warum ich mich immer wieder an die Politik und an Verantwortliche wende.
Die Antwort ist ganz einfach:

"Vernunft macht optimistisch"

Die Stimme des Intellektes ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör verschafft hat. Am Ende, nach unzähligen oft wiederholten Abweisungen, findet sie es doch. Dies ist einer der wenigen Punkte, in denen man für die Zukunft der Menschheit optimistisch sein darf.
Sigmund Freud, Die Zukunft einer Illusion (1927)

Am 24. Januar 2020 bin ich an den seinerzeit als Innenminister Niedersachsens im Amt befindlichen Boris Pistorius herangetreten in Bezug auf den ersten Corona-Fall in Deutschland, eine chinesische Geschäftsreisende. An ihn habe ich mich gewandt, da er als Innenminister u.a. für die Rettungsdienste und die Flughäfen verantwortlich war. Er hat mich mit der Begründung abgewimmelt, dass er ja dafür nicht zuständig wäre. Tja, das war schon sehr verwunderlich, wenn ein Innenminister seine eigenen Aufgabenbereiche nicht kennt.
Auch die Staatskanzlei und der Ministerpräsident hatten in der Folge nie Zeit für ein Gespräch mit mir.
Als man mit den irrsinnigen 2-G- und Maskenregeln begann und plötzlich Mitmenschen sogar von der medizinischen Grundversorgung ausgeschlossen wurden, startete ich das Projekt „HUZ Hannover“ und bat den Ministerpräsident Niedersachsens um Unterstützung (z.B. in Form der Bereitstellung einer Räumlichkeit), damit ich diesen „Ausgestoßenen“ helfen könnte, aber dieses Projekt wollte der Landesvater nicht unterstützen.
Aktuell habe ich mich wieder an den Ministerpräsidenten gewendet und um Unterstützung insbesondere für ein Screening von Kindern und Jugendlichen zu initiieren, denen die Corona-Wirkstoffe verabreicht wurden. Die Notwendigkeit habe ich u.a. mit einer von mir mit initiierten Studie aus Thailand begründet.
Wie die Antwort aussieht, möchte ich hier heute einmal zur Kenntnis geben.

Darauf habe ich am 29.05. wie folgt geantwortet:

Ihre Antwort mit Zeichen 402 vom 06.05.2024

Sehr geehrte/r Dr. K. Reinelt,

ich bitte um Entschuldigung, dass ich hier so „unspezifisch“ die Anrede formuliere, jedoch konnte ich ihrem Schreiben keinen Hinweis zu einer Selbstidentifikation entnehmen. Meine Antwort kommt zudem so spät, da ich erst gestern wieder aus Bangkok zurück nach Hannover gekommen bin.

Sie weisen mich in Ihrem Schreiben freundlicherweise zunächst darauf hin, dass es in Niedersachsen „selbstverständlich“ gut tragende „Konzepte“ zur Versorgung von Fatigue, Long Covid und Post Vac gibt. Leider haben Sie weder weiterführende Informationen zu den Konzepten, noch einen Hinweis vorgebracht, was diese Konzepte beinhalten, welche Versorgung durch wen und wo durchgeführt wird und welche Kapazitäten an welchem Standort in Niedersachsen zur Verfügung stehen.
Sie führen weiter an, dass Behandlungen durch Universitätsambulanzen und das haus- und fachärztliche System erfolgen würde, jedoch fehlt jegliche Information, an welchen Unikliniken welche spezifischen Ambulanzen eingerichtet wurden. Ebenso würde ich es begrüßen, wenn Sie mir auch bezüglich der haus- und fachärztlichen Systemversorgung zutragen könnten, wo genau welche spezifische haus- und fachärztliche Versorgung angeboten wird.

Daneben ergänzen Sie noch, dass mittlerweile verschiedene Reha-Möglichkeiten für Betroffene geschaffen wurden. Auch hier vermisse ich spezifischere Informationen und erbitte auch hierzu um konkretere Vorbringungen.

Dafür danke ich bereits an dieser Stelle auch im Namen vieler betroffener Patienten, welche bislang keine adäquate medizinische Versorgung in Niedersachsen finden konnten. Mir sind persönlich viele schwere Fälle – auch bei Kindern und Jugendlichen – in Niedersachsen bekannt, denen ich diese Informationen gerne zukommen lassen möchte.
Siehe hierzu Minute 42:30 meines Gespräches mit Prof. DDr. M. Haditsch, wo derartig hilfeersuchende Personen als Gäste zugegen waren: https://www.youtube.com/watch?v=fw-XVt_C6Jk

Im Anschluss bemängeln Sie, dass ich in meinem Anschreiben „keine näheren Angaben zum Screening“ gemacht hätte. Wenn Sie den letzten Satz meines Ihnen weitergeleiteten Briefes noch einmal nachlesen, dann erschließt sich Ihnen vielleicht, warum ich um ein gemeinsames Gespräch ersucht habe. Mehr Informationen hätten Sie auch auf www.BangkokHospital.de finden können.

Die „von mir gesehene Notwendigkeit eines Screenings für Kinder und Jugendliche“ begründe ich nicht „möglicherweise mit einer Kopie eines Artikels“, vielmehr verweise ich auf u.a. eine von mir mit initiierte Studie aus Thailand.

Unterstellend, dass Sie ihren akademischen Titel nicht in der Medizin erworben haben (dann hätte ich ein „Dr. med.“ erwartet) und Sie daheraus vielleicht unsere zugetragene wissenschaftliche Arbeit mit herabwürdigenden Worten wie „kleine unkontrollierte Studie aus Thailand“ und „Bitte haben Sie Verständnis, dass eine solche Studie nicht…“ als fachlich unzulänglich diskreditieren wollen, drängen sich mir hierzu zwei Fragen auf:
1. Welche kontrollierte wissenschaftliche Studie zu Kindern und Jugendlichen in Bezug auf mRNA-Immunisierungsversuche hat man in Niedersachsen in der Zeit von 2020 bis 2024 durchgeführt und wo wurde sie publiziert?
Die von mir mit initiierte und vorgebrachte Untersuchung ist peer-reviewed am 29. August 2022 im Journal Tropical Medicine and Infectious Disease (doi:10.3390/tropicalmed7080196) publiziert worden.

2. Warum diskreditieren Sie anstatt zu recherchieren oder erst einmal miteinander zu reden? Während wir lediglich zwei kleine Gruppen mit insgesamt 301 Personen untersucht haben, gibt es bereits unzählige Studien mit ähnlich erschreckenden Ergebnissen. Bei einer Recherche wäre man sehr schnell auf die im April 2022 publizierte Studie „SARS-CoV-2 Vaccination and Myocarditis in a Nordic Cohort Study of 23 Million Residents“ gestoßen (doi:10.1001/jamacardio.2022.0583).

Im letzten Absatz Ihres Antwortschreibens nehmen Sie von jeglicher Beteiligung Abstand, was ich sehr bedaure.
Mich erreichen stets viele Intuitivbewerbungen von Ärzten, Fachärzten und Chefärzten aller Fachbereiche, die beruflich aus Deutschland zu uns nach Thailand wechseln möchten. Dies gilt auch für Personen aus den nicht-ärztlichen Medizinalberufen und aus dem Pflegebereich. Es ist somit davon auszugehen, dass diese abwanderungsmotivierten Fachkräfte nur in Deutschland gehalten werden können, wenn hier zeitnah neue Versorgungseinrichtungen geschaffen werden, die beispielsweise meinen Arbeitsort wiederspiegeln würden.
Schauen Sie hierzu vielleicht mal ab Minute 42:30 in mein Gespräch mit Prof. Dr. P. Cullen und Prof. DDr. M. Haditsch: https://www.youtube.com/watch?v=AM-Qt9HHaqs

Ich bin gespannt, welche Konzepte in Niedersachsen geplant sind, um die Fachkräfte hier halten und motivieren zu können. Daneben freue ich mich über die Nachreichung der erbetenen Informationen, damit ich diese Betroffenen zeitnah zur Verfügung stellen kann.

Ihr Schreiben und diese meine Antwort, werde ich zeitnah als Dokumente der Zeitgeschichte auf meiner Webseite www.aerzteklaerenauf.de veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ich erachte es als äußerst befremdlich, wenn Hinweise und Angebote derart arrogant verworfen werden. Ist diesen Menschen nicht bewußt, welches Leid eine Familie beispielsweise wiederfährt, wenn das eigene Kind plötzlich mit den Problemen und Folgen einer Myokarditis leben muss?
Glauben diese von uns Steuerzahlern bezahlten Verantwortlichen wirklich immer noch, dass das hiesige Gesundheitsversorgungssystem gut sei?
Ich weiss, dass sie es nicht tun, denn ich sehe ab und zu Personen aus diesen Kreisen bei uns am Campus in Bangkok.
Der Elefant” (wie viele weitere) steht im Raum und ist nicht mehr zu übersehen, wie auch aktuell eine neue Studie aus England zeigt. Zu finden als Preprint mit dem Titel: „OpenSAFELY: Effectiveness of COVID-19 vaccination in children and adolescents”.
In dieser Studie von Wissenschaftlern aus Oxford, Leeds, Harvard und Bristol, wurden die offiziellen Regierungsdaten von über 1 Million englischer Kinder und Jugendlicher ausgewertet, wobei geimpfte und ungeimpfte Personen im Alter von 5-11 und 12-15 Jahren verglichen wurden.
Die Ergebnisse belegen zudem, dass Myokarditis und Perikarditis bei Kindern und Jugendlichen nur nach der COVID-19-Impfung und nicht nach einer Corona-Infektion auftreten.
Zusammenfassend:

  • Alle Fälle von Myokarditis und Perikarditis während des Untersuchungszeitraums traten bei geimpften Personen auf.
  • Die meisten Fälle von Myokarditis und Perikarditis wurden nach der ersten Impfstoffdosis registriert.
  • Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit COVID-19 waren bei Kindern und Jugendlichen äußerst selten.
  • Bei über 50 % der Kinder, die nach der Impfung an Myokarditis erkrankten, war ein Krankenhausaufenthalt erforderlich.

Hier der Link zur Publikation: https://doi.org/10.1101/2024.05.20.24306810

Ich freue mich auf die Antwort aus dem Ministerium und werde weiter berichten.

Seitens Frau/Herrn Dr. K. Reinelt und dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, gab es keine Rückmeldung bisher.
Stand: 15.07.2024

P.S. Dass die von mir zur Information gegebenen Inhalte in den beiden verlinkten Thekengesprächen an genau dem selben Zeitpunkt zu finden sind, fand ich irgendwie lustig ;-)

(Erstellt: 05.06.20024 - tho - aktualisiert am 28.06.2024)

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